Teradata verkauft Marketing Applications

computing-marketingDie Nachricht überraschte selbst Branchenkenner. Wie SZ Online berichtete, gab das Unternehmen Teradata Operations bekannt, sich vom Geschäftsfeld Marketing Applications trennen zu wollen.

Begründet wurde diese Entscheidung mit dem Vorhaben einer neuen Strukturierung des Branchenriesen.

Teradata trennt sich von der Marketing-Sparte

Das Überraschende an dieser Entscheidung: Die Marketing-Sparte des Unternehmens arbeitete sehr erfolgreich und gehörte als integrativer Bestandteil des Unternehmens Teradata – es ist selten, dass sich Unternehmen von Bereichen und Sparten trennen, die derart eng mit dem Unternehmen verbunden sind und darüber hinaus durchaus erfolgreich arbeiten.

Tatsächlich könnte der Erfolg der Marketing-Sparte ein wesentlicher Grund für die Entscheidung sein. Denn der lukrative Unternehmensteil dürfte ein großes Interesse bei neuen Investoren und Kaufwilligen wecken. Es ist zu erwarten, dass auch der Kaufpreis dementsprechend hoch ausfällt. Die Einnahmen wiederum kann Teradata zum Ausbau seiner verbleibenden Sparten verwenden. Es ist das erklärte Ziel, die Bereichen Big Data und Datenbanklösungen auszubauen. Denn in diesen Bereichen sieht Mike Koehler, Vorstandsvorsitzender der Teradata Corporation, die Zukunft des Unternehmens.

Teradata – Big Data-Branchenprimus

Teradata ist mit über 10000 Mitarbeitern in rund 43 Ländern aktiv und bietet seine Dienstleistungen rund um den Datenbanklösung und den Umgang mit Big Data, also großen Datenmengen, für Unternehmen aus zahlreichen Branchen an. Diese Kompetenzen sollen nun ausgebaut werden. Für Mike Koehler und seine Mitstreiter im Vorstand ist jedoch klar, dass diese Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft nur dann erfolgreich sein kann, wenn man andere Geschäftsbereiche aufgibt.

Experten, die den Markt rund um Datenbanklösungen und Big Data schon lange beobachten, erwarten, dass Teradata sehr erfolgreich mit seiner gewagten Strategie sein könnte. Denn in der Vergangenheit waren es immer wieder innovative Ideen und Konzepte rund um Datenbanken, die Aufmerksamkeit erregten. So ermöglichten es die Lösungen von Teradata sehr früh hybride Data Warehouse-Plattformen, die Solid State Disks (SSD) und Festplatten miteinander kombinierten. Auch bei der Abstimmung der Datenbanksysteme auf unterschiedliche Computer Hardware gilt Teradata als Trendsetter. Der nächste Coup ist gewiss, wenn sich Teradata auf das Kerngeschäft konzentriert.

Bild von comedy_nose via flickr.com

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