Raspberry PI: Eine USV verhindert Datenverlust

2010/365/286 Moonwalk FlashbackEnde Februar war bei den Fans des Raspberry Pi die Freude groß. Pünktlich zum vierten Geburtstag des Einplatinen-Computers aus England erschien das neueste Modell, der Raspberry Pi 3. Wie bei jedem Computer, droht auch beim Mini-PC Datenverlust, wenn einmal der Strom ausfällt. Wie man sich vor Datenverlust schützen kann, erklären wir hier.

Das Betriebssystem liegt auf einer Speicherkarte

Bei allen bisherigen Modellen des Raspberry Pi wird das Betriebssystem auf einer SD-Karte gespeichert. Bei den ersten Modellen waren es noch die normalen größeren SD-Karten, aber seit 2014 das Modell B+ erschien, werden die winzigen MicroSD-Karten verwendet. Der Raspberry Pi muss, wie jeder andere Computer, immer vorschriftsmäßig heruntergefahren werden, um Datenverlust auf der Speicherkarte zu vermeiden.

Der Raspberry hat keinen Ausschalter

Auf der kleinen Platine des Raspberry befindet sich kein Schalter, um den Computer ein- oder auszuschalten. Normalerweise wird der Mini-Rechner über ein Netzteil, das an der Micro-USB-Buchse des Raspberry angeschlossen wird, mit Strom versorgt.

Sobald der Raspberry vom Netzteil Strom bekommt, bootet er. Herunterfahren lässt sich der Mini-PC über sein Betriebssystem. Danach bleibt das Gerät aber im Standby-Modus. Will man erneut einen Bootvorgang auslösen, muss man den Raspberry kurz vom Strom trennen.

Beim Raspberry als Mediacenter droht das Vergessen

Ein beliebtes Einsatzgebiet für den Raspberry Pi ist der Betrieb als Mediacenter. Ausgestattet mit Open- oder Libreelec sowie Kodi lässt sich die eigene Foto- Musik- und Film-Sammlung bequem am eigenen Fernseher genießen. Zusätzliche Plug-ins und Apps für YouTube und Co sowie die bekannten Streaminganbieter wie Netflix oder Amazon machen den Computerwinzling zur Universal-Plattform für den Mediengenuss im Wohnzimmer. Hat man allerdings den Film von der Festplatte gesehen und danach auf das normale Fernsehprogramm umgeschaltet, ohne den Raspberry herunterzufahren, kann es Probleme geben. Viele vergessen nämlich, dass der Mini-Rechner im Hintergrund noch läuft und schalten ihn einfach an der Steckdose aus. Oftmals ist Datenverlust auf der Speicherkarte die Folge und schlimmstenfalls bootet der Raspberry nicht mehr, weil das Dateisystem auf der SD-Karte beschädigt ist.

Eine USV hilft bei Stromausfall

Was es für die großen Brüder des Raspberry schon lange gibt, gibt es inzwischen auch für den Raspberry Pi: eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Geeignete Platinen werden bei www.reichelt.de/RPI-USV-/ und anderen Anbietern über das Internet angeboten. Eine USV dient einem simplen Zweck: Ein kleines Programm, welches auf dem Raspberry Pi läuft, überwacht ständig die Stromversorgung. Wird diese plötzlich unterbrochen, sei es durch Stromausfall oder durch versehentliches Ausschalten, sorgt die USV mittels eines angeschlossen Akkus dafür, dass der Raspberry vollkommen automatisch heruntergefahren wird. So wird eine Beschädigung der Speicherkarte wirkungsvoll verhindert. Meist lässt sich in der Software der genaue Zeitpunkt des Herunterfahrens noch genauer definieren. So ist es möglich, erst dann, wenn der angeschlossene Akku leer zu werden droht, herunterzufahren. So steigt die Chance, dass zwischenzeitlich die Versorgung mit Netz-Strom wieder funktioniert und der Raspberry Pi ohne Unterbrechung weiterlaufen kann.

Bild von cogdogblog via flickr.com

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