0en und 1en – Die Geschichte der Programmierung

Stolpern wir heutzutage über das Wort Programmierung, ist unsere Information darüber vermutlich nicht sehr groß. Meistens verstehen wir darunter nur das Programmieren einer Computersoftware. Wer sich mit dem Programmieren von Software beschäftigt, kreiert meist Programme für einen Computer oder Maschinen, die mithilfe eines PCs gesteuert werden.

Wer nun denkt, die Geschichte der Programmierung sei besonders jung, der täuscht sich. Angefangen hat alles bereits vor mehr als 2.000 Jahren mit einem System zu Bestimmung der Sonnen- und Mondfinsternisse.

Der älteste PC der Welt- wie alles begann

Der Mechanismus von Antikythera gilt als der älteste PC der Welt. Dank seiner Hilfe ließen sich Sonnen- und Mondfinsternisse nahezu auf die Stunde genau berechnen. Auch als Kalender für die damaligen Olympiaden diente er. Dieser Mechanismus wurde bereits vor über 2.200 Jahren gebaut.

Bis heute sorgt der Mechanismus von Antikythera für viele ungelöste Rätsel. Zu besichtigen ist er im griechischen Museum für Archäologie in Athen. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Weiterentwicklung, als Joseph-Marie Jacquard, ein französischer Erfinder, einen programmierten Musterwebestuhl erfand. Hierbei verfügte der Webstuhl zwar noch nicht über einen Prozessor, allerdings über die Prinzipien der digitalen Datenverarbeitung. Wichtig waren auch die sogenannten Walzen- und Plattenspieldosen.

Auf den Walzen und Platten waren dabei komplette Melodien programmiert. Dies lässt sich in etwa mit den heutigen CDs und DVDs vergleichen, denn auch die Walzen wurden gewechselt. Die ersten Programmierer der letzten Jahrhunderte programmierten ebenso Drehorgeln oder Spielwerke.

Die weitere Entwicklung ab den 40er Jahren bis heute

Das Programmieren und die Computersprachen entwickelten sich enorm weiter, da in den 40er Jahren ein Rechner gebaut wurde. Im Gegensatz zu früher wurden die Anweisungen von nun an binär kodiert. Dadurch konnten Daten besser verarbeitet und gespeichert werden. Diese Architektur stellt auch heutzutage noch die Grundlage bei der Entwicklung von Computern dar.

Im Jahre 1953 kam es zur nächsten, großen Neuerung. Dem Informatiker namens John Warner Backus von IBM wurde es gewährt, eine Programmiersprache in Teamarbeit zu entwickeln. Das Ergebis nannte sich Fortran. Fortran galt als erste Hochsprache überhaupt. Diese Hochsprache war zwar ein äußerst guter Anfang, jedoch nicht das Ende vom Lied. Ein Compiler fehlte. Dabei handelt es sich um eine Art Übersetzer, der die Hochsprache in ein für Maschinen lesbares Programm übersetzt. Die Entwicklung an diesem Compiler startete im Jahre 1954.

Es dauerte jedoch weitere drei Jahre, bis die Entwicklungsarbeiten marktreif veröffentlicht wurden. Seit den 50er Jahren wird Fortran immer weiter entwickelt. Die letzte Version nennt sich Fortran 2008.

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